Familienurlaub
Normalerweise kommt die Familie ja zu uns, oder aber wir zu ihnen, doch dieses Mal fand das Familientreffen auf neutralem Grund und Boden statt - in Utah und in einem Wohnmobil.
Sigrid und Harry haben sich damit einen Traum erfüllt: eine mehrwöchige Tour mit dem Wohnmobil durch Arizona und Utah. Und wir, wir haben einfach die Gelegenheit wahrgenommen, einen dringend fälligen Tapetenwechsel mit dem Angenehmen zu verbinden. Unsere Familien sehen wir viel zu selten.
Zu Gute kam uns auch, dass Volker durch sein vieles Reisen etliche Flugmeilen angesammelt hatte, welche wir in Tickets umwandeln konnten.
Zählt man beides zusammen, kommt man auf 10 Tage Familienurlaub :D
Da Sigrid und Harry ihre Tour bereits im Mai begonnen hatten, musste ein Treffplatz her, der für alle günstig war. Die Entscheidung fiel auf Green Rivers.
Von Brownsville ging es somit über Houston nach Salt Lake City, dann nach Green Rivers und endete in Moab. Siehe Karte.
Salt Lake City
Nach unserer Ankunft besuchten wir erstmal den ortsansässigen ADAC (AAA) für eine anständige Karte. Anschließend hatte ich noch die Idee zum Visitor Center zu fahren, und dabei kamen wir wohl an SLCs typischsten Besuchermagnet vorbei. Genau gegenüber liegt der Mormonentempel.
Eigentlich wollten wir ja gleich bis Green Rivers durchfahren, um Sigrid und Harry zu treffen, die bereits auf uns warteten, aber sagt doch selbst: Kann man daran einfach vorbeifahren ohne neugierig zu werden?
Wir wollten wenigstens mal einen Blick geworfen haben. Bei einem Blick blieb es aber nicht, denn dazu ist das Gelände viel zu groß (40 000 Quadratmeter).
The Church of Jesus Christ of Latter-day SaintsIch will euch jetzt nicht mit der Geschichte der Mormonen oder ähnlichem quälen, so genau will ich es selbst nicht wissen, aber um den Tempel wenigstens in seiner ganzen Schönheit bewundern zu können, sei zumindest soviel gesagt:
Der Grundstein für den Tempel wurde am 6. April 1853 gelegt. Der Beginn einer laaangen Bauperiode.
Das granitähnliche Material wurde aus dem 20 Meilen entfernten Little Cottonwood Canyon geholt. Eine Ladung Steine, gezogen von einem Ochsenkarren, brauchte damals vier Tage. Später wurde dann die Eisenbahn benutzt, damit ging es schneller, aber da jeder Stein handgefertigt ist, brauchte es trotzdem 40 Jahre bis zur Vollendung. Am 6. April 1893 wurde der Tempel fertiggestellt, und ist wirklich ein Meisterwerk. Ganz viele kleine Details!
Rein darf man als Normalsterblicher natürlich nicht, aber es gibt ein naturgetreues Modell, in welchem man das Innenleben des Tempels sehen kann.
Ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen. Beim ersten Video müsst ihr leider den Kopf zur Seite verlagern, da ich die Kamera falsch gehalten habe.
Nicht nur das Gebäude ist beeindruckend. Tempelsquare hat eine traumhafte Gartenanlage:
250 Blumenbeete, mehr als 165000 Beetpflanzen, und über 700 verschiedene Arten aus der ganzen Welt kann man hier bewundern.
Bei dem Anblick wurde ich ganz schwach, seufz ...
Der Grundstein für den Tempel wurde am 6. April 1853 gelegt. Der Beginn einer laaangen Bauperiode.
Das granitähnliche Material wurde aus dem 20 Meilen entfernten Little Cottonwood Canyon geholt. Eine Ladung Steine, gezogen von einem Ochsenkarren, brauchte damals vier Tage. Später wurde dann die Eisenbahn benutzt, damit ging es schneller, aber da jeder Stein handgefertigt ist, brauchte es trotzdem 40 Jahre bis zur Vollendung. Am 6. April 1893 wurde der Tempel fertiggestellt, und ist wirklich ein Meisterwerk. Ganz viele kleine Details!
Rein darf man als Normalsterblicher natürlich nicht, aber es gibt ein naturgetreues Modell, in welchem man das Innenleben des Tempels sehen kann.
Ich hoffe man kann es einigermaßen erkennen. Beim ersten Video müsst ihr leider den Kopf zur Seite verlagern, da ich die Kamera falsch gehalten habe.
Nicht nur das Gebäude ist beeindruckend. Tempelsquare hat eine traumhafte Gartenanlage:
250 Blumenbeete, mehr als 165000 Beetpflanzen, und über 700 verschiedene Arten aus der ganzen Welt kann man hier bewundern.
Bei dem Anblick wurde ich ganz schwach, seufz ...
Angeblich ist die Akustik so fein, das man eine Stecknadel noch ganz deutlich am Ende der Halle fallen hört - und das sind immerhin fast 60 Meter.
Assembly HallHier werden hauptsächlich Konzerte abgehalten.

Wer noch mehr Fotos sehen möchte, klickt bitte hierDanach ging es dann aber so schnell wie möglich Richtung Familie, und etwa drei Stunden später war die Wiedersehensfreude groß. Kurz noch etwas zu essen, klönen und dann ab in die Falle (wir hatten den Platz über der Fahrerkabine).
2. Juni
Goblin Valley, klingt doch lustig, oder?Den Namen bekam der Park wegen seiner einzigartigen Sandsteinformationen, die wie kleine Pilze oder Kobolde aussehen sollen. Natürlich ist der Vorstellungskraft keine Grenze gesetzt.

Wind und Wasser sind hier die Künstler.
Grimmige kleine Kobolde mit Mütze!
Sattel mal die Hühner ... äh Ente? Das hier ist doch ganz klar eine Ente, oder?
Mal keine Steinformation, aber dafür eine Spur. Wer hier wohl langgekommen ist?Ich weiß es - ihr auch?
Tiere gab es kaum zu sehen, ab und an eine Eidechse. Die meisten Lebewesen sind hier dämmerungs- oder nachtaktiv, macht sinn bei der Hitze.
Jedes bischen Schatten war willkommenAnschließend fuhren wir noch ein bischen durch die Gegend. Dabei lief uns dieses antilopenartige Tier über den Weg. Es ist ein Pronghorn.

Green River - Camperleben
Wir ließen es uns gutgehen, wie man sieht. Zwei Nächte verbrachten wir im "Shady Acres RV Park" in Green Rivers.Da wir ja noch mehr sehen wollten, fuhren wir danach weiter Richtung Arches National Park. Der Campground im Park war leider voll, somit suchten wir uns etwas in Moab.
Einen schönen Campingplatz fanden wir auch dort. Portal RV Resort gefiel uns nacher sogar so gut, das wir für den Rest unseres Urlaubes dort blieben. Die meisten Sehenswürdigkeiten sind im Umkreis von etwa 50 Meilen, und wir hatten ja den Mietwagen.
Arches National Park


Balanced Rock
Unser erster Wanderweg ging zum Delicate Arch. Dort sollte es einen spektakülären Sonnenuntergang geben.
Naja, das sollte doch zu schaffen sein!

Mr. Cool man
Quaaaaak!

Ab hier merkte ich dann doch, dass ich inzwischen Autofahrersteife habe.
Fast oben angekommen, schnauff!
und das ist er: Delicate Arch

Warten auf den Sonnenuntergang ...
...der aber leider wegen vieler Wolken nicht spektakulär wurde.
Am nächsten Morgen ....
Volker ist kein Morgenmensch!
Aber, mit genügend Kaffee bekommt man auch ihn in Schwung, und somit ging es wieder los.




Formt sich hier bereits ein neuer Arch?
Hunde sind generell auf den Wegen verboten - aber, man muss nur Ideen haben!
und das ist auch etwas besonderes: Schwesterchen "Chic mit Hut"
5. Juni


Balanced Rock
Unser erster Wanderweg ging zum Delicate Arch. Dort sollte es einen spektakülären Sonnenuntergang geben.
Naja, das sollte doch zu schaffen sein!
Mr. Cool man
Quaaaaak!
Ab hier merkte ich dann doch, dass ich inzwischen Autofahrersteife habe.Fast oben angekommen, schnauff!
und das ist er: Delicate Arch
Warten auf den Sonnenuntergang ...
...der aber leider wegen vieler Wolken nicht spektakulär wurde.Am nächsten Morgen ....
Volker ist kein Morgenmensch!Aber, mit genügend Kaffee bekommt man auch ihn in Schwung, und somit ging es wieder los.




Formt sich hier bereits ein neuer Arch?
Hunde sind generell auf den Wegen verboten - aber, man muss nur Ideen haben!
und das ist auch etwas besonderes: Schwesterchen "Chic mit Hut"5. Juni
Es wurde immer wärmer...

Unten angekommen!Abends gab es in Moab ein professionelles Rodeo. Mal ganz interessant zu sehen, und keineswegs so einfach wie es aussieht. Es gab verschiedene Kategorien, wie zum Beispiel:
Saddle Bronc RidingBull Riding
Steer Wrestling
Barrel Racing
und für die Kleinen gab es auch einen Rodeo Teil:
Mutton Buston
Ich fand, die Lütten hat es ganz schön schwer :)
6. Juni
Dead Horse State Park
Vielleicht hat es am vielen Popcorn gelegen, aber am nächsten Morgen ging es Harry nicht so gut. Somit beschlossen Volker, Sigrid und meine Wenigkeit den Tag in Dead Horse Point State Park zu verbringen und Harry seine Ruhe zu gönnen.
Der Blick ist fast so gut wie im Grand Canyon :)
Hier wird Pottasche gewonnenAls wir gegen späten Nachmittag zurückkamen, ging es Harry bereits wieder gut. Sogar das Essen war schon angeschmissen. Und wenn man schon ab und an ein Auge drauf haben muss, dann eben so gemütlich wie möglich.
Nach dem Essen gingen die drei Fischchen im Teich schwimmen
Sie hatten ihren Spaß dabei.7. Juni
Top of the World
Am nächsten Tag mieteten wir einen 4x4 Jeep und machten Off-Road
Ich kann nicht sagen, wie oft ich am Anfang ausgestiegen bin, mir war das alles nicht so geheuer
Ab und an mussten wir aussteigen und Volker den Weg winken, oder aber eine Steinrampe bauen, um größere Abstände zu überwinden.Den Rest mussten wir dann - Gott sei Dank, obwohl mir echt die Puste ausging - laufen.
Es hat sich aber gelohnt: Welcome to the Top of the World!

8. Juni Canyonlands Newspaper Rock und Needles

The Needles
Eine Wandertour wollten wir noch machen, und diese hier klang gut.
Harry todesmutig auf einem Arch :)

The Needles
Eine Wandertour wollten wir noch machen, und diese hier klang gut.
Harry todesmutig auf einem Arch :)
ab und an musste der Klettermodus eingeschaltet werden
und auf dem Rückweg sahen wir einen Koyoten
9. Juni
Ein fauler Tag in Moab
Lieblingsschwager hatte Geburtstag
Es gab Eis in Moab und Souvenir Shopping für die Frauen
Den Abend ließen wir nett in einem Restaurant ausklingen.
Lieblingsschwager hatte Geburtstag
Es gab Eis in Moab und Souvenir Shopping für die FrauenDen Abend ließen wir nett in einem Restaurant ausklingen.
Tja, und am nächsten Morgen hieß es für uns dann: Tschüß! Euch eine schöne Weiterfahrt!
Bis bald auf Skype!
Die 10 Tage waren klasse. Wir hatten viel Spaß, und erholt haben wir uns mit Sicherheit!










2 Comments:
Hallo,
nun sind wir auch schon wieder gut eine Woche in Hannover und denken immer noch mit großer Wehmut an die schöne Zeit. Ich habe nicht zu hoffen gewagt, dass wir uns auf so geringem Platzangebot doch so gut arrangieren würden und wir haben Euch in den noch folgenden Tagen vermisst. Ich würde das jederzeit wiederholen. Mal sehen, was die zukünftigen Planungen so hergeben.
Sigrid
Da können wir nur zustimmen :)
Mein Traum wäre Yellowstone und Mt. Rushmore, die Gegend soll nett sein (Montana und South Dakota).
Erstmal müsste allerdings Texas ausgekundschaftet werden, wir sind bereits über ein Jahr hier! In Gainesville hatten wir in der Zeit schon halb Florida abgegrast, aber da liegt auch alles näher zusammen.
Mal sehen, ob Volker in Zukunft Zeit für solche Unternehmungen haben wird.
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