Montag, 28. Dezember 2009

Weihnachten - Dezember, eine schöne Bescherung? im Rückblick

Dezember 2009 wird uns in Erinnerung bleiben, und das aus mehreren Gründen.

Angefangen hat es mit der Post. Wir haben keinen Briefkasten vor dem Haus, wie üblich, sondern eine zentrale Stelle in unserer Nachbarschaft, wo man seine Post abholt. Dort stolperte ich Anfang Dezember über ein kleines Paket Fell, welches jämmerlich aussah. Am zweiten Tag, 4. Dezember, landete besagtes Bündel Elend in unserem Auto, schließlich war es kalt und das Etwas ziemlich verloren, verletzt und hungrig. Hungrig ist es immer noch, vom Rest keine Spur. Genausowenig wie vom eventuellen Besitzer. Wir sind jetzt also zu viert.
Der kleine Fegebesen, inzwischen Paulchen getauft, hat es faustdick hinter den Ohren. Zu Tigers Sicherheit (und unserer, wenn die beiden sich riechen) ist er zeitweise in einem Käfig, den ich damals für den Umzug gekauft hatte (und nie benutzt habe). Er ist groß genug für einen mittelgroßen Hund, somit mehr als ausreichend für den kleinen Kampfzwerg, der nun zum Tierarzt kommt und demnächst entmannt wird. Vielleicht können wir alle dann in Frieden zusammenleben. Auf die Straße wollen wir ihn jedenfalls nicht wieder setzen. Geschätzte 30 000 andere Katzen und 40 000 Hunde sind herrenlos unterwegs. Probleme einer armen Gegend.
Paulchen, er kann ganz lieb sein, wenn er will ...

Kurz vor den Feiertagen backte ich dann meine Plätzchen. Gleich ein paar mehr, denn die Nachbarn sollten auch welche bekommen. Irgendwie muss man sich ja vielleicht mal vorstellen und Kekse könnten helfen. Sie scheinen angekommen zu sein, denn ein paar Tage später bekamen wir einen Teller Kuchen von Nachbars gegenüber und eine Einladung zum Essen von den Nachbarn rechts.

Der Rest der Tage verlief ziemlich ereignislos, was hauptsächlich daran lag, das Schwiema und ich uns erstmal mit einer Erkältung ins Bett hauten. Schwies sind für 4 Wochen zu Besuch.

Pünktlich am Heiligen Abend wurde es dann plötzlich sehr ereignisreich. Nachmittags (es war 15 Uhr) wurden wir durch ein Scheppern von unseren Sitzen katapultiert. Was in Herrgotts Namen war denn das? Die Antwort lag zu unseren Füßen: 2,10m lang um genau zu sein und schön umrahmt von glitzerndem Kleinglas. Unser Tannenbaum hatte beschlossen sein Gleichgewicht zu verlagern, oder war der vielen Kugeln müde, wir wissen es nicht. Aber, er lag auf der Nase und den vielen Scherben nach war da auch nichts mehr dran zu retten. Volker hatte den Abend vorher noch gemeint, dass der Baum etwas schief aussähe ....
Hin waren die Kugeln, die Hutschenreuther Weihnachtsglocken von meiner Schwiegermama und auch meine Floridadeko war zu Bruch gegangen. SCH ....!!!!!!! Wie sagt man doch: Schöne Bescherung - danke, die hatten wir mehr als genug.
Nachdem wir unser Wohnzimmer aufgefegt, gewischt und den Baum zum zweiten Mal aufgestellt hatten (wenigstens die Lichterkette hatte es überlebt), gab es dann den Festschmaus, der mir eher wie ein Leichenschmaus vorkam. Immerhin blitzen jetzt noch 15 Kugeln am Baum ...
Anschließend gingen wir noch zu unseren Nachbarn rüber, die uns zwei Tage vorher überraschend zum Tamales-Essen eingeladen hatten. Tamales sind Kornmehltaschen, gefüllt mit Fleisch und in Bananen- oder Maisblätter gewickelt, die gedämpft werden. Ein typisches Gericht in südamerikanischen Ländern, speziell hier an jeder Ecke und Kante zu haben. Sie werden oft auf Familientreffen gereicht und schmecken sehr gut, wenn richtig zubereitet. Die unserer Nachbarin waren seeeehr lecker, und auch bei ihr war die gesamte Familie zusammengekommen. Es war ein netter Abend, aber da ja unsere Familie wartete, blieben wir nicht allzulange.

Nun steht Silvester vor der Tür, mal sehen was uns da erwartet.

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1 Comments:

At 6:42 AM, Anonymous Anonym said...

Und wann veranstaltet ihr eine Party mit den Nachbarn? Würde gern dabei sein. H

 

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