Leben in TexMex Country
Wenn man in einem von zwei angrenzenden Ländern wohnt, gibt es fast jeden Tag etwas negatives darüber zu lesen. Meist hat es etwas mit Grenzproblemen zu tun, auf welcher (Landes-)Seite auch immer. Um so netter ist es, einmal im Jahr eine andere Geschichte zu erleben, nämlich wenn man versucht sich freundschaftlich zu verhalten und die Probleme mal für ein Weilchen vergisst.
Jedes Jahr im Februar veranstalten Brownsville und Matamoros ein Fest zu Ehren der geschichtlichen Vergangenheit und Kultur, welche die beiden Städte/Länder verbindet. Ein Großteil von Texas war schließlich mal Mexiko und somit sind die Bromexvillians über Generationen hinweg veramerikanisiert worden. Hm, ich weiss jetzt nicht, ob das die richtige Wortwahl war, denn eigentlich ist es hier immer noch eher mexisch angehaucht. Die Mehrheit ist zweisprachig, auch wenn man der Bequemlichkeit halber lieber sein Spanisch benutzt, und der Alltag ist eher dem von Mexiko ähnlich, mit dem typisch amerikanischen "touch". Ein bischen multikulti sind wir hier somit auch, und dieses internationale Gefühl wird halt gefeiert.
Rio hat den Karneval, Louisiana Mardi Gras, wir das Schützenfest und Brownsville feiert seine Charro Days. Volker und ich mussten uns das (wenigstens teilweise) ansehen, und ihr sollt auch einen kleinen Anteil haben, aber vorher noch ein paar Worte zur Tradition.Die Charro Days gibt es offiziell seit 1938 und das Wort Charro bezieht sich auf einen mexikanischen Reiter, sowas ähnliches wie einen Cowboy oder Rancher. Charros sind bekannt für ihre sehr farbenfrohe, aufwendige Bekleidung und nehmen an einer Art mexikanischem Rodeo teil, der Charreada oder Corrida, dem Nationalsport in Mexiko. Das diese Traditionen gepflegt und gehegt werden müssen ist klar.
Da hier auch schon mein Wissen aufhört, erspare ich mir jetzt alle peinlichen Erklärungen und komme auf die Charro Days zurück. Diese werden hier eine Woche lang gefeiert und zwar in bunten -regionaltypischen- Kostümen und mit folkloristischen Tänzen. Den Auftakt macht "Baile del Sol", die Modernisierung brachte so schöne Dinge wie einen Taco-Fresswettbewerb für die Erwachsenen und einen Wer-hat-das-schönste-Kostüm-Wettbewerb für die Kleinen mit ein, und das große Finale ist die Internationale Parade entlang Elizabeth Street, direkt an der Grenze.
Hier also mal ein paar Eindrücke.
Soooooooooooo süß sahen sie aus - aber tanzen konnten/wollten sie nicht wirklich :D
Ein Wochenende später: The International Parade
Wer noch mehr sehen möchte, schaut mal hier.
Nachdem jeder Wagen am Ende angekommen war, wurde gleich amtlich sortiert: die Leute aus Matamoros fuhren rechts rum, zurück über die Grenze; die Brownsviller links rum, wo sie sich ein paar Meter weiter sammelten. Da endete dann erstmal das freundschaftliche Verhältnis.
Nachdem jeder Wagen am Ende angekommen war, wurde gleich amtlich sortiert: die Leute aus Matamoros fuhren rechts rum, zurück über die Grenze; die Brownsviller links rum, wo sie sich ein paar Meter weiter sammelten. Da endete dann erstmal das freundschaftliche Verhältnis.
Aber, es war nett anzusehen, und ich bin schon sehr gespannt, was denn wohl Cinco de Mayo passieren wird.
Auf dem Weg zum Auto habe ich noch ein paar Schnappis gemacht

Downtown, Elizabeth Street

Die Geschäfte sind teilweise zweisprachig benannt

Downtown, Elizabeth Street

Die Geschäfte sind teilweise zweisprachig benannt
die Grenzstation
Wechselstuben reihen sich aneinander
So, das war es erstmal.
Bis zum nächsten Mal, hasta la próxima!
So, das war es erstmal.
Bis zum nächsten Mal, hasta la próxima!
Labels: brownsville





















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