Samstag, 15. Mai 2010

Nächtliche Gedanken

Michaela schlaflos in Brownsville ...
Heute war es wieder supereklig. Mindestens 34°C und hohe Luftfeuchtigkeit. Angeblich soll es noch Regen geben. Wenn bissige Fliegen gute Regenanzeiger sind, dann müsste es bald schütten. Hoffentlich, gegen etwas Plätschern hätte ich nichts. Dabei kann ich gut einschlafen ...
Das Wetter macht mich fertig ... und ich habe noch mindestens fünf solcher Monate vor mir - seufz.
Im TV gibt es um diese Uhrzeit nichts und so ganz nutzlos rumsitzen will ich nicht. Die blöde Mücke, welche mich schon seit Tagen nervt, kriege ich auch nicht.
Also werde ich mir die Zeit anderweitig vertreiben müssen. Ich denke, dass ich noch ein wenig mehr über die texanischen Fauna und Flora bloggen könnte.

Letztes Wochenende waren Volker und ich im Laguna Atascosa Wildlife Refuge. Ein paar Wochen vorher hatten wir nämlich bemerkt, dass die Kakteenblüte anfängt, und ich, als Liebhaber dieser stacheligen Gesellen, wollte mir das gerne ansehen.
Laguna hat sich zu einem unserer bevorzugten Ausflugsorte entwickelt. Man kann dort bei jedem Wetter hin, und es gibt immer irgendetwas zu sehen. Wie früher in Paines Prairie.
Manche Dinge bleiben einfach hängen.

Hier also mal ein paar meiner Schnappis aus dem Park.
Bei angenehmen Wetter konnten wir ein wenig die Wege entlang wandern.
Die Yukkablühte ist fast vorbei.
Dafür ist die Kakteenblühte in vollem Gang.
Die Wildblumen sind auch ganz hübsch
Lantanas (wachsen auch in unserem Garten,
allerdings nicht wild, sondern aus dem Gartencenter)
ich denke das sind Verbena
eine Distelsorte
unbekannt
und wenn mich nicht alles täuscht, ist das wilder Hibiscus
Ab und an laufen einem auch die Bewohner des Parks über den Weg.
Schildkrötchen beim Nachmittagsspaziergang
Koyote auf Erkundungstour
oder auch mal ein Peccari (Javelina)
Man muss sich einfach mal Zeit nehmen, um die Landschaft in sich aufzusaugen
Das Rio Grande Valley ist unter anderem bekannt für seine zahlreiche Vogelwelt.
Recht häufig anzutreffen ist der Roadrunner
Die grünen Jays sind auch fast immer in Sicht
Seltener sieht man eine Oriole
Am Wasser sahen wir diesen merkwürdigen Bewohner
es ist ein Crested CaracaraMomentan könnte fast Ostern sein, es wimmelt nur so von Hoppelmännern
Wer gut aufpasst, der entdeckt auch die kleinen Bewohner unter der Erde.
Das ist ein mexikanisches Erdhörnchen

Eigentlich brauche ich aber gar nicht mit dem Auto rauszufahren, um die Tierwelt näher zu betrachten. Zuhause gibt es auch ab und an mal etwas Spannendes zu sehen.

Diese Beiden hier zum Beispiel.
Sie mochten sich überhaupt nicht und ihre Drohgebährden waren sehr imponierend. Es sind Anolis, aber der eine ist noch ganz grün, während der andere bereits auf braun gewechselt hat. Sie können sich wie Chamäleons verändern, sehr interessant

Manchmal trete ich auch einfach nur auf unsere Terrasse raus und habe wilde Tiere dichter an mir dran als mir lieb ist ....

Warnung Achtbeiner!!!!

Wer sich vor Spinnen ekelt, guckt jetzt besser
nicht mehr hin!

Sagt nicht, ich hätte euch nicht gewarnt!
Ich übernehme keine Verantwortung, wenn ihr leichenblass vom Stuhl fallt ;)



Momentan scheint Paarungszeit bei Tarantulas zu sein. Seit Tagen sehe ich immer mal wieder welche. Meist sind sie etwa 5-Mark-Stück groß, nur die hier, die war ein wenig größer ...

etwa 8-9 cm groß, hier nochmal als Foto
Leben im wilden Süden halt.
So, und jetzt gehe ich wieder in mein Bett. Gute Nacht!
Vielleicht kann ich ja einschlafen.

Labels: ,