Ablenkung
Schreiben lenkt ab, bringt einen auf andere Gedanken und ich hänge eh etwas hinterher. Meine Berichte von hier sind ja eher spärlich geworden. Ich freue mich aber, dass ihr uns die Treue haltet, auch wenn ich kaum etwas zu erzählen habe. Brownsville ist halt nicht Florida, und Volker ist so häufig unterwegs oder sehr beschäftigt, dass wir kaum aus dem Haus kommen.
Ich fange mal bei den letzten Ereignissen an, die vielleicht erwähnenswert sind.
Nach nun doch einem halben Jahr hat es endlich mal wieder geregnet. Nicht nur getröpfelt, nein, richtig geschüttet, und das war auch sehr dringend notwendig. Texas leidet unter extremer Trockenheit, die Skala angefangen bei Dnull = unnormal trocken, sind wir bei D4+, auch abnormale oder außergewöhnliche Trockenheit genannt, ein historisches Ergeignis. Die Temperaturen liegen kurz unter 40°C und hohe Luftfeuchtigkeit macht es auch nicht besser, ein wenig Regen ist somit sehr willkommen.
Mittwoch fing es an, ausgerechnet wo Volker auf dem Rückweg von Washington DC war. Mit etlichen Schwierigkeiten kam er nach Houston, und von dort -auch reichlich verspätet- mit dem letzten Flieger nach Brownsville. Ich hatte schon befürchtet, dass er auf seinem Koffer in Houston hätte übernachten müssen. Montag muss er bereits wieder für 5 Tage los, da zählt jeder Tag. Ich bin momentan nur am Koffer aus - und einpacken. Wenn er dann wieder da ist, geht es am 4.Juli nach Louisiana ... ugh! Momentan kann ich mir ein Poster von ihm an die Wand hängen, damit ich nicht vergesse wie er aussieht ...
Meinen Geburtstag habe ich auch zum allerersten Mal ganz alleine verbringen müssen. Hätte es das Internet nicht gegeben, wäre ich wahrscheinlich mit einer Pulle Gin versackt. Ich hatte schon bessere Tage. Manchmal kommt das Elend halt im Doppelpack, oder dreifach.
Tigers tägliche Routine ist auch seit Paulis ableben empfindlich gestört. Sein Vagabundenleben hat einen echten Dämpfer erlitten. Einen Tag nach Pauli habe ich auch ihn an der Hauptstrasse aufgegriffen, er war mir ausgebüxt, und nun wird er wie ein Schatz beäugt. Er darf nur noch mit langer Leine raus, aus Angst, dass wir nochmal Halsbandidentifizierung machen müssen. Unsere Hauptstrasse ist seit mindestens 9 Monaten Baustelle, es werden neue Fahrbahnen gelegt, und der Verkehr in unserer Ecke ist furchtbar. Selbst unsere ruhige Strße sieht nun mehr Autos.
Eine Katze versteht das ganze Gehabe natürlich nicht. Er sieht nur sein heiliges Terretorium unbeaufsichtigt - und das geht gar nicht! Da können sich ja fremde Kater breitmachen ...
... und genau das passiert auch. Vor einiger Zeit ist ein orangener Kater bei uns aufgetaucht, der ab und an von mir ein paar Futterreste abstaubte, wenn einer unserer Leckermäulchen mal wieder "Nase verzieh" gespielt hatte. Dieser besagte Kater, ich habe ihn Sammy getauft, scheint nun ausgerechnet unser Trostpflaster spielen zu wollen. Seit Pauli nicht mehr da ist, ist er auf unserm Patio eingezogen und versucht sich mit aller Macht einzuschleimen. Konnte ich mich ihm vorher auf keine zwei Schritt nähern, werde ich jetzt umrundet und "beschubbert" was das Zeug hält (siehe Video). Tiger findet das selbstverständlich nicht gut.
Eine bessere Erholung wären allerdings ein paar gemeinsame Tage Urlaub mit Volker, auch wenn wir erst Ende Mai in Gainesville waren. Volker arbeitet noch eng mit UF zusammen, somit ist ein Abstecher pro Jahr drin. Wir hatten wieder eine schöne Zeit dort. Die erste Woche musste Volker arbeiten, aber die zweite Woche verbrachten wir bei Joe und Anastasiya, mit denen wir etliches unternahmen.
In der zweiten Woche fuhren wir von Gainesville Richtung Miami los, mit Zwischenstop in Orlando, wo wir Minigolf spielten und anschließend ein Steak einwarfen.Ich fange mal bei den letzten Ereignissen an, die vielleicht erwähnenswert sind.
Nach nun doch einem halben Jahr hat es endlich mal wieder geregnet. Nicht nur getröpfelt, nein, richtig geschüttet, und das war auch sehr dringend notwendig. Texas leidet unter extremer Trockenheit, die Skala angefangen bei Dnull = unnormal trocken, sind wir bei D4+, auch abnormale oder außergewöhnliche Trockenheit genannt, ein historisches Ergeignis. Die Temperaturen liegen kurz unter 40°C und hohe Luftfeuchtigkeit macht es auch nicht besser, ein wenig Regen ist somit sehr willkommen.
Mittwoch fing es an, ausgerechnet wo Volker auf dem Rückweg von Washington DC war. Mit etlichen Schwierigkeiten kam er nach Houston, und von dort -auch reichlich verspätet- mit dem letzten Flieger nach Brownsville. Ich hatte schon befürchtet, dass er auf seinem Koffer in Houston hätte übernachten müssen. Montag muss er bereits wieder für 5 Tage los, da zählt jeder Tag. Ich bin momentan nur am Koffer aus - und einpacken. Wenn er dann wieder da ist, geht es am 4.Juli nach Louisiana ... ugh! Momentan kann ich mir ein Poster von ihm an die Wand hängen, damit ich nicht vergesse wie er aussieht ...
Meinen Geburtstag habe ich auch zum allerersten Mal ganz alleine verbringen müssen. Hätte es das Internet nicht gegeben, wäre ich wahrscheinlich mit einer Pulle Gin versackt. Ich hatte schon bessere Tage. Manchmal kommt das Elend halt im Doppelpack, oder dreifach.
Tigers tägliche Routine ist auch seit Paulis ableben empfindlich gestört. Sein Vagabundenleben hat einen echten Dämpfer erlitten. Einen Tag nach Pauli habe ich auch ihn an der Hauptstrasse aufgegriffen, er war mir ausgebüxt, und nun wird er wie ein Schatz beäugt. Er darf nur noch mit langer Leine raus, aus Angst, dass wir nochmal Halsbandidentifizierung machen müssen. Unsere Hauptstrasse ist seit mindestens 9 Monaten Baustelle, es werden neue Fahrbahnen gelegt, und der Verkehr in unserer Ecke ist furchtbar. Selbst unsere ruhige Strße sieht nun mehr Autos.
Eine Katze versteht das ganze Gehabe natürlich nicht. Er sieht nur sein heiliges Terretorium unbeaufsichtigt - und das geht gar nicht! Da können sich ja fremde Kater breitmachen ...
... und genau das passiert auch. Vor einiger Zeit ist ein orangener Kater bei uns aufgetaucht, der ab und an von mir ein paar Futterreste abstaubte, wenn einer unserer Leckermäulchen mal wieder "Nase verzieh" gespielt hatte. Dieser besagte Kater, ich habe ihn Sammy getauft, scheint nun ausgerechnet unser Trostpflaster spielen zu wollen. Seit Pauli nicht mehr da ist, ist er auf unserm Patio eingezogen und versucht sich mit aller Macht einzuschleimen. Konnte ich mich ihm vorher auf keine zwei Schritt nähern, werde ich jetzt umrundet und "beschubbert" was das Zeug hält (siehe Video). Tiger findet das selbstverständlich nicht gut.
Eine bessere Erholung wären allerdings ein paar gemeinsame Tage Urlaub mit Volker, auch wenn wir erst Ende Mai in Gainesville waren. Volker arbeitet noch eng mit UF zusammen, somit ist ein Abstecher pro Jahr drin. Wir hatten wieder eine schöne Zeit dort. Die erste Woche musste Volker arbeiten, aber die zweite Woche verbrachten wir bei Joe und Anastasiya, mit denen wir etliches unternahmen.
Irgendwie hat es Joe dann im Laufe des Abends geschafft, die Schlüssel unseres Mietwagens in den Kofferrraum einzuschließen, und somit fanden wir uns nach dem Essen auf den ADAC wartend wieder. Irgendwer musste ja unser Auto knacken ...
Morgens um 3 Uhr kamen wir in Miami an und übernachteten bei JRs Großvater. Ich sage JR, weil Joes Vater auch Joe heißt und es in der Familie somit Joe senior und JR, den Junior, gibt.
JR hatte einen Ausflug zu den Dry Tortugas geplant, im Boot seines Vaters, der aber leider aus wettertechnischen Gründen ausfallen musste. Wir haben stattdessen auf einer kleinen Insel 45 Bootminuten vor Miami gezeltet, was auch etwas Besonderes war.

Das idyllische Fleckchen nennt sich Boca Chita Key
(360° Inselvideo)
(360° Inselvideo)
nach der Ankunft luden wir unsere Sachen aus
bauten die Zelte auf
und dann wurde der Grillabend vorbereitet
SonnenuntergangIn der Nacht wurden wir gut durchgeweht und Regen gab es auch, aber am nächsten Morgen war wieder alles gut.
der Leuchtturm von Boca Chita
Gezeltet hat keiner ausser uns, aber ein paar Partyboote hatten übernachtet.Nachdem alles wieder abgebaut und eingepackt war, wollten die Männer gerne vormittags tauchen gehen, das fiel aber auch wegen sehr unruhigem Wasser aus. Vor einer kleinen Sandbank konnten sie aber dafür schnorcheln.


Fischchen Volker :)





2 Comments:
Na, der kleine Schleimer muss aber noch gut gefüttert werden, der ist ja noch total mager. Ich drücke die Daumen, dass Ihr die Katzen?probleme bald im Griff habt und Eurer Reise nach Deutschland nichts im Wege steht. Zwar ist das nicht Florida und solch tolle Fotomotive haben wir hier nicht aber wir haben uns ja schließlich lange nicht mehr gedrückt und geherzt.
Sigrid
Hei,
Dank der Blogshelf App kann ich Euch jetzt in schön auf dem ipad lesen. Bin wieder dabei!
Kopf hoch Michaela. Texas hat bestimmt auch seine guten Seiten. Florida hat einfach einen verdammt langen Gewohnheitsvorprung, der so schnell nicht aufzuholen ist....
Aber wir sollten mal wieder Cocktails auf Skype zusammen trinken ;-)
Ahoi Tina
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