Sonntag, 9. Januar 2011

Auf ein Neues - es fängt schon gut an

Update: Heute, Dienstag, hat ein Mädchen wegen des Hundes (Bear) angerufen. Sie wohnen in unserer Nachbarschaft. Ein scheinbares Happy End für Labi. Ich hoffe, er gehört wirklich zu dieser Familie, so richtig überzeugt haben die beiden mich nicht, aber immerhin ist Hundi freiwillig zum Auto gerannt und reingesprungen, es war seine Wahl. Trotzdem, mir fehlt er jetzt schon, auch wenn es etwas schwieriger geworden wäre ihn über längere Zeit zu behalten.
Seit heute ist es biestig kalt, und ich hatte mir schon Gedanken gemacht, wo ich ihn über Nacht lassen könnte ohne Katzis zu verärgern. Tiger und Pauli wären nämlich drin geblieben. Aber nun hat sich das Übel in Luft aufgelöst und die Beiden sind happy ihren Garten wieder für sich zu haben. Obwohl, so richtig motiviert bei der Kälte sind sie nicht :)
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Auf ein Neues! Ich hoffe ihr habt den Jahreswechsel gut überstanden und eure Wünsche und Ziele fest ins Auge genommen.
Für 2011 hatte ich mir etwas mehr Spannung, Spaß und Spiel gewünscht - ab und an ist es doch recht öde hier - aber seit gestern sage ich mir: Vorsicht, pass auf was du dir wünscht, du magst mehr bekommen als dir lieb ist.
Wir haben eine ganze Portion mehr bekommen, und seitdem ist Leben, aber auch Unfrieden, in der Bude.
Während Volker und ich gestern die Garage, bzw. den Garten aufgeräumt haben, bekamen wir Besuch. Nein, keiner von der Uni, auch kein Nachbar, eher vierbeinig. Nein, auch keine Katze, obwohl Nachbars Kater gern mal reinschaut- denkt größer, viel größer.
Kleiner Tip gefällig? Wau!




Jep, ein Labrador.
Zuerst lief er immer nur unsere Straße rauf und runter, danach fand er unsere Nachbar-Beagle ganz nett und versuchte mit denen zu spielen. Leider sind die völlig unsozial und ausser Kläffen und Knurren kommt da nichts. Trotzdem, da wo es nach Hund riecht, da muss man hin. Dabei wäre er fast zweimal vom Auto erwischt worden (und das auf unserer verkehrsberuhigten Straße!), Nun, nachdem wir uns das Spektakel eine Weile angesehen hatten, und ich ein ziemlich schlechtes Gefühl im Bauch hatte, kam mir die Idee die Gartenpforte aufzumachen. Ich gebe zu, es war eine Spontanreaktion, etwas unüberlegt, aber auf unserer vielbefahrenen und momentan stark mit Bauarbeiten belasteten Hauptstraße wollte ich ihn nicht enden sehen, die ist ja nur vier Häuser weiter. Tja, und damit hatten wir einen Lab gewonnen, denn er marschierte sofort rein.
Ich war mir ziemlich sicher, dass er nur ausgebüxt war. Drei Stunden später und zig befragte Nachbarn später, war ich dann allerdings nicht mehr so überzeugt. Jeder scheint ihn schonmal gesehen zu haben (Zeitraum Thanksgiving bis jetzt), aber keiner weiß wo er hingehören könnte. Somit suchen wir jetzt Herrchen und Frauchen mit Suchanzeige und im ganzen Umkreis. Hoffen wir mal, es vermisst ihn jemand, denn ich wüsste nicht, wo ich ihn sonst lasse. Problem: Volker ist jetzt nicht ganz so glücklich mit dem Findling, der immer noch bei uns weilt, obwohl wir abgemacht hatten, ihn Animal Control zu übergeben, sollte er nicht in die Nachbarschaft gehören. Der Shelter fällt deswegen weg, weil wegen Überfüllung sein Hundeleben zu ungewiss ist, aber behalten werden wir ihn auch nicht können ...
Inzwischen hängen Flyer aus, ich habe es auf Craigslist gepostet und Petsmart hat auch ein Kärtchen hängen. Morgen versuche ich ihn im Auto zum Tierarzt zu bringen, wo er nach einem Microchip untersucht werden soll. Viel Hoffnung mache ich mir allerdings nicht, denn er trägt auch keine Marken am Halsband. Mehr fällt mir momentan nicht ein. Eventuell noch eine Anzeige in der Tageszeitung. Doggie owner search extreme.
In der Zwischenzeit gehen wir nun also erstmal Gassi, spielen Ball und füttern den schwarzen Quirl, obwohl er Volker lieber noch aus dem Weg geht. Er traut ihm nicht ganz.

Wie unüberlegt meine Entscheidung war, zeigte sich dann am Abend. Über Nacht ließen wir ihn auf der Terrasse, die Kätzchen blieben drin- vorsichtshalber, und bis morgens um 5:30 als Nachbars Hunde rausgelassen wurden, war auch Friede. Dann fing allerdings das Theater an. Nachbars Hunde machten Rabatz - und was für einen!! Dabei schnüffelte Labi nur am Zaun, ohne Bellen oder andere Reaktionen zu zeigen. Trotzdem blieb mir nichts anderes übrig als ihn lang anzuleinen und an die Terassentür zu knoten. Armes Tier, aber den Krach konnten wir nicht zulassen, auch wenn es bei uns nicht bellt. Man will ja Ärger vermeiden. Frau Nachbarin fragte schon wo ich ihn halte. Durch seine Größe und seinen schlagkräftigen Wedel habe ich ihn halt draußen, außerdem hatte ich damals das Zeckenproblem mit Rachel, das brauche ich nicht wieder. Dabei ist er ansonsten ein recht netter Vertreter seiner Art, typisch Labrador halt. Er hat soweit ein ausgeglichenes Wesen, liebt die Wanne mit Wasser im Garten, sein Ball wird auch immer brav gewaschen!, ist Autofahren offensichtlich gewohnt und gestern schien er unseren Pauli zu ignorieren (was mich wunderte, denn als ich den Tennisball wurf, jagdten beide hinterher!!! Pauli jagd auch gern Ball :) er hat scheinbar nicht halb soviel Respekt vor dem Hund wie Tiger, der geht nur noch vorn in den Garten)
Bis Morgen hat unser Doggie erstmal Asyl, danach werden wir eine Entscheidung fällen müssen.

Pauli hat sich auch etwas geleistet. Heute Morgen, gegen späten Morgen, hörte ich plötzlich ein Scheppern in der Küche: Unsere gesammelten Flaschen, der Weihnachtsstern von der Fensterbank und der kleine Mülleimer kegelten durch die Gegend, Pauli mitten drin, völlig beschäftigt. Er hatte einen Spatz gefangen, reingeschleppt und spielte damit. Überall lagen kleine Federn. IGITT! Ich hob also den armen Piepmatz an den Schwanzfedern auf, der war mit Sicherheit hin, und brachte ihn vor die Haustür. Plötzlich wackelt es in meiner Hand, zuckt einmal und ich stehe da - Schwanzfedern immer noch in der Hand, aber ohne Piepser dran! Er war nur betäubt gewesen und flog noch - wie weit er gekommen ist, kann ich allerdings nicht sagen.

Unser Jahr scheint nicht langweilig zu werden. Wie sieht's bei euch aus?

8 Comments:

At 9:58 AM, Anonymous Anonym said...

Du scheinst dir auch alle Viecher anzulachen. Mach ein Asyl auf und gehe wie bei uns die Circussleute von Tür zu Tür und bitte um Futterspenden. Platz habt ihr im Garten. Harry

 
At 11:01 AM, Anonymous Michaela said...

Von Tür zu Tür hatte ich schon, wenn auch nicht mit der Bitte um Futterspenden. Vielleicht sollte ich das anfangen. Bei Kolibri, Vogelschar, Katzis und nun einem Hund wäre das nicht die schlechteste Idee.
Tiere merken halt, wo sie gut behandelt werden.

 
At 5:35 PM, Anonymous Michaela said...

Ach ja, und außerdem: Es heißt doch "unser-kleiner-zoo"
Da muss wohl was hinterstecken ;)

 
At 3:39 PM, Anonymous Anonym said...

Ach Michaela, der ist ja wirlich hübsch. Er sieht fast so aus wie Jamies "Muffin". Was wird jetzt? Muss ich Euch T-Shirts von uns schicken damit wir beim nächsten Besuch nicht angekläfft werden? Ich drücke Euch allen die Daumen (auch dem Labi), dass es eine glückliche Lösung gibt.
Sigrid

 
At 4:02 AM, Anonymous Anonym said...

Wir hätten ihn auch genommen... ;-)

Dennis und Anni

 
At 1:29 PM, Anonymous Michaela said...

Tja, da sind wir uns wohl (fast) alle einig ;)

 
At 7:37 PM, Anonymous Inchen said...

So, nun habe ich Euch wieder.Der Blog hat ne ganze Zeit rumgesponnen. Ja, das wäre was. Noch ein Hundeviech:-) Euer Tiersitter hätte die helle Freude:-)
Wir hatten die letzten Tage die reinsten Frühlingstemperaturen, aber nun wirds anscheinend wieder kalt. Die Vögel brüllten schon aus voller Kehle und die ersten Eichhörnchen habe ich in der Windmühlenstraße auch schon gesichtet.Otto mausert und saut rum. Hier ist alles beim alten. Ach nee, letzte Woche hats nebenan eim Aldi gebrannt. 8 Feuerwehren hübsch aufgereiht. Winni ist der tiefsten Depression anheim gefallen. Sei geliebter Aldi. Nun mußte er bis zur Stackmannstraße latschen. Und dabei ist er ein echter Bewegungslegastheniker. Aber Freitag ist die Welt wieder in Ordnung und sein Aktionsradius wird sich wieder auf 50 m im Umkreis bewegen. Bä, bin ich fies:-)

 
At 10:58 AM, Anonymous Michaela said...

Bewegungslegastheniker *grins*, kann ich absolut nachempfinden. Jetzt geht es mir wieder genauso. Mit Hundi bin ich mindestens dreimal pro Tag durch die ganze Nachbarschaft gelatscht, plus die Zeit, wo wir Ball gespielt haben. Man, was habe ich Bewegung bekommen! Macht aber auch viel mehr Spaß zu Zweit. Volker kann ich ja nur am WE mal zu einem Spaziergang rauslotsen, wenn überhaupt. In der Hinsicht fehlt mir der schwarze Quirl sehr.
Du hast aber einen guten Punkt angesprochen: Shirl hätte sich nicht um Labi gekümmert, sie betreut nur kleine Hunde. Die kann man angeblich besser kontrollieren!? Nun ja, ich gebe zu, Labi hat mich auch gelegendlich über die Straße geschleift, wennn er irgendwas Spannendes gerochen hat, Kraftbolzen, der :) aber mit ein bischen Erziehung hätten wir das bestimmt in den Griff bekommen.
Unser Gärtner wäre allerdings nicht froh gewesen, Luis hat Angst vor Hunden.
Seit drei Tagen ist auch Tiger fußlahm. Seine Vorderpfote ist geschwollen, ich kann aber keine Ursache dafür finden. Momentan hader ich noch mit mir, ob ich zum Tierarzt soll oder nicht.
Wettertechnisch ist hier auch der Frühling ausgebrochen. Soll mir recht sein. Ich freue mich über jedes Lebenszeichen im Garten. Das ist mein Stichwort, um den sollte ich mich jetzt mal kümmern.
LG Michaela

 

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