Reisebericht
Volker's Eltern waren zu Besuch, und um ihnen die Zeit etwas zu verschönern, unternahmen wir einen Kurztrip in den Süden.
Von Gainesville fuhren wir bis Homestead/ Nähe Miami runter. Am schnellsten geht das über den Florida Turnpike, welcher aber kostenpflichtig ist. Alternativ gibt es die Interstate, gebührenfrei, aber es ist ein kleiner Umweg. Wir entschieden uns für den Turnpike, denn 6 Stunden Fahrt sind schließlich auch genug. Vorher hatten wir uns noch schnell einen Sun- oder E-Pass besorgt, das reduziert zwar nicht großartig die Kosten , aber man erspart sich langes Warten an den einzelnen Stationen und düst ohne groß nach Kleingeld kramen zu müssen durch. Ein Sun-/E-Pass ist ein kleines Gerät, das man vorne in seine Ablage legt und das wie eine Telefonkarte funktioniert, allerdings muss das Gerät erst aktiviert werden, was man telefonisch oder online machen kann und sogleich per Kreditkarte aufläd.
In Homestead hatten wir uns für zwei Nächte ein Motel 8 vorgebucht, da Springbreak war und Ostern meist die Hotelsuche zusätzlich erschwert - es sei denn, man ist bereit jeglichen Preis zu löhnen. Homestead hat zu seiner relativ preiswerten Lage noch einen anderen Vorteil, es ist ziemlich zentral gelegen um nach Miami, in die Everglades oder auf die Keys zu kommen.
Der Tag der Anreise war schon fast gelaufen, daher haben wir unsere Ausflüge erst am nächsten Morgen gestartet. Unser Motel war allerdings keine ganz so tolle Wahl. Die Unterkunft war sauber, keine Frage, aber auf der Strasse parkten Trucks, und die Klimaanlagen der Brummis liefen die ganze Nacht. Soviel zum Schlaf. Zudem streunte dort eine ganz arme Katze rum, die einem mit ihrem stundenlangen, traurig bettelnden Miau vor der Tür das Herz brach. Nach zwei Nächten sind wir Gott sei Dank ins Econo Lodge umgezogen; eine viel bessere Wahl. Die Katze habe ich schweren Herzens zurück gelassen, da wir ja noch weitere Tage vor uns hatten, aber leicht gefallen ist mir das natürlich mal wieder nicht. Nun aber mal zu unserem Sightseeingplan.
Als erstes sind wir in die Everglades gefahren, haben Coral Castle besucht und waren auf Key Largo. Anschließend ging es, immer noch mit Stützpunkt Homestead zu den Keys, mit Endpunkt Key West. Zurück sind wir über Miami und Miami Beach nach Gainesville zurückgefahren, dieses Mal über die I-95 und dann auf den Turnpike, Richtung Gainesville.
Hier ist mal eine Übersicht über die Stationen, die Keys sind allerdings nicht beschriftet.



Unsere erste Station in den Everglades war das Royal Palm Visitor Center. Da Monika ja nun nicht ganz so gut zu Fuß ist, war das schon eine praktische Sache. Sie konnte sich im Schatten schön hinsetzen und trotzdem etwas sehen, während wir mit Volker's Vater eine kleine Runde drehten.





Wir kamen unglaublich dicht an einige Tiere ran, streichelnah sogar:





Diese kleinen Watschler hatten es mir besonders angetan. Ich konnte nicht widerstehen und habe einen an den Schwanzfedern zupfen wollen...
..."eh Du, lass' das, oder ich beisse!"Weiter ging es nach Flamingo. Zwischendurch hielten wir auch noch am Paurotis Pond und anderen Stellen. In Flamingo angekommen, entschieden wir uns für die Everglades per Boot, man kann sich allerdings auch Kanus mieten. Dazu, und zum Pond, kommt aber noch ein Sonderbericht. Leider gab es für den gleichen Tag keine Tour-Tickets mehr, und so reservierten wir uns die Bootsfahrt für den nächsten Tag.
Die Flamingo Boottour gefällt mir persönlich sehr gut. Man bekommt etliches über den Kreislauf der Everglades und seiner Bewohner erzählt, während man sich eine leichte Brise um die Nase wehen lässt. Das ganze dauert so 2.5 Stunden, und wir haben dieses mal viele Salzwasserkrokos gesehen, während es entlang der Mangroven ging.
Alligatoren und Salzwasserkrokodile leben hier am Ende der Everglades einträchtig zusammen. Krokos erkennt man gewöhnlich an der spitzeren Schnauze, man sieht beide Zahnreihen, und die Farbe ist heller.
Ganz am Ende von Flamingo ist Eco Pond, der war aber fast schon ausgetrocknet. Dort gibt es auch einen Campingplatz. Was wir noch so gesehen haben, erzähle ich demnächst.













2 Comments:
Den hätt ich auch gestreichelt. Jedenfalls versucht. Mehr hacken als ein Pinguinschnabel kanner auch nich. Und die Hacker vom Pingi habe habe ich mit Freude eingesteckt. Das nächste Mal kann ich am 30.Mai wieder Pingis streicheln. Megafreu darauf.
Na das war aber ganz schoen mutig ihn an der Schwanzfeder zu zupfen, wenn man sich so den grossen Schnabel anschaut!
Gibt es in Flamingo wenigstens auch manchmal Flamingos zu sehen?
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