Es war einmal...in 1864


Ein wenig Geschichte gefällig? Keine Angst, es wird keine Endlos-Story.
Letzten Samstag sind Volker und ich zurück in die Vergangenheit gegangen. Genauer gesagt, wir sind in Olustee gelanded, zum Zeitpunkt der grössten Schlacht des Bürgerkrieges, die je auf floridischem Boden gefochten wurde. Am 20.Februar 1864 fand dort die Battle of Olustee statt, ein blutiges Massaker zwischen den Konförderierten und der Union, oder dem Süden und Norden, ganz wie ihr wollt. Die Schlacht selbst dauerte nur ein paar Stunden, aber fast 3000 der etwa 10 000 Beteiligten wurden als Opfer beklagt.



Jedes Jahr findet im Februar nun die authentische Darstellung der Schlacht von Olustee statt, mit über 2000 geschichtsfanatischen Kampfteilnehmern, die am Wochenende die Geschichte nocheinmal aufleben lassen. Volker wollte das immer mal gesehen haben, und so sind wir mal eben hingedüst. Ist ja nicht weit weg, so etwa 'ne Stunde Autofahrt.
Zur Schlacht:
Auf der linken Seite sind die Südstaatler, von rechts kamen die Yankees. Beide Truppen zogen mit Kavalerie, Infanterie und Artellerie langsam aufeinander zu, bis sie sich schließlich Mann gegen Mann in offenem Gelände abknallten. Viel mehr muss man dazu eigentlich nicht erzählen, die Bilder sagen alles aus. Die Südstaatler haben die Yankees letztendlich geschlagen, aber der Bürgerkrieg ging noch 14 Monate weiter und endente mit der Niederlage der Konförderierten. Solltet ihr ganz fanatisch nach Geschichte sein, findet ihr zahlreiche Webseiten dazu im Netz, ich lasse es bei der Kurzinfo. Es ist allerdings erstaunlich wieviele Menschen dem Spektakel zugeschaut haben, und selbst die Kleinsten wussten gut in der Geschichte Bescheid und es war niedlich anzuhören, wie sie den "Grossen" alles haarklein erzählt haben.










mehr Fotos
Das ganze war ein interessantes Schauspiel, auch wenn sie dieses Wochenende wohl nicht wirklich viel Spaß hatten. Bei Minustemperaturen in einem Piniengelände zu campen ist nicht angenehm, insbesondere nicht, wenn man nur ein Baumwollzelt hat und das mit Stroh ausgepolstert ist. Die Frauen kochten über dem offenen Feuer, der einzigen Wärmequelle, und diese war zudem sehr klein, und ich bezweifel, das die Kleidung gut warm hielt. Gegen Abend hatten die meisten sich bereits Decken um die Schultern gelegt, und versammelten sich langsam um die kleinen einzelnen Lagerfeuer.


Einige Händler verkauften dort Waffen, tätigten Waffenpflege und priesen alles rund um das Thema an. Man konnte wirklich so ziemlich alles sehen und kaufen, was auch nur im entferntesten mit der Zeit zu tun hatte, und Volker hat ganz dolle mit einem Vorderlader und ein paar anderen Dingen geliebäugelt. Leider bekommt man das Zeug so schlecht über den Zoll, also blieb es wo es ist. Mich haben die teilweise sehr schicken Kleider der Damen fasziniert, und somit hatten wir unseren Spaß. Ganz klasse waren die Musiker, denen wir eine ganze Weile zugehört haben.




Wir haben uns dann noch zu einem "Südstaaten-Snack" entschlossen: Cheesefries und Corndog. Die Cheesefries waren okay, aber wir können nun mit Sicherheit sagen, dass ein Corndog so ziemlich das widerlichste überhaupt ist. Naja, man muss es halt probiert haben. Ich hatte zusätzlich ein kleines Picknick vorbereitet, und somit retteten uns dann die Frikadellen bis es Zeit wurde nach Hause zu fahren.



2 Comments:
Hättest Dir doch n Kleid kaufen sollen, das bekommste sicher durch den Zoll. Und nächste Faschingsfeier ist Deine. Siehst wieder wohl aus. Erkältung anscheinend gut überstanden.
Hm, ja, ich habe wirklich damit geliebäugelt, aber es gab keine von den tollen Kleidern zu kaufen. Ich werde mal in unserem Kostümverleih vorbeischauen, vielleicht kann man sich sowas auch leihen. Das nächste Halloween kommt bestimmt ;)
Erkältung ist so gut wie weg, wird auch Zeit.
Kommentar veröffentlichen
<< Home