Sonntag, 28. Januar 2007

Gasparilla Festival


Wer ein bisschen über Florida liest oder hört, kommt früher oder später zu Tampa. Tampa ist mit eine der größten Städte hier, und wird eigentlich nur als Drei-Städte-Eck angegeben, da man meistens gleich St.Petersburg und Clearwater mit angepriesen bekommt. Es ist eine hübsche Ecke, schön am Meer gelegen, und wer das Drei-Städte-Eck besuchen möchte, hat etlichen Sehenswürdigkeiten zur Auswahl. Volker und ich haben noch nicht viel von Tampa gesehen, da wir meist nur zu Busch Gardens gefahren sind, aber sicherlich werden wir das nach diesem Wochenende mal nachholen.

Geschmückte Häuser in Tampa und das Stadium der Tampa Buckeneers.

Tampa liegt so ziemlich in der Mitte zwischen Gainesville und Miami, und einmal jährlich findet dort das Gasparillo Pirate Fest statt. Es ist ein ganz besonderes Spektakel, und zieht jedes Jahr tausende von Menschen dorthin. Tatsächlich hat nicht nur St.Augustine eine Piratenvergangenheit, sondorn auch Tampa. Leider waren wir etwas spät, so haben wir den Einlauf des Piratenschiffes nicht gesehen, aber es gehört traditionell zur Eröffnung dazu.

Viele Besucher und ausgelassene Stimmung

Was Mardi Gras für New Orleans, ist das Gasparillo Fest für Tampa. Ein Tag ohne Einschränkungen, einfach nur zum fröhlich sein und Party machen. Und Party wird gemacht, nirgendwo habe ich mehr Leute mit Bierdosen, -flaschen oder gar ganzen Packs und Kühltaschen voll gesehen, und das, wo Alkohol auf offener Strasse sonst verboten ist. Die Stimmung ist sehr ausgelassen, trotz des massiven Polizeiaufgebots, und wird noch lauter, wenn die Parade anfängt.

Die Teilnehmer der Parade werfen nämlich "Schätze" in die Zuschauer, vorallem "beads", bunte Ketten, und jeder versucht sich welche zu schnappen. Die bekommt man aber nicht einfach so, nein nein, dafür muss man schon laut schreien, winken und applaudieren - und gut fangen.
Es gibt sogar, so wie wir mitbekommen haben, Unterschiede in der Begehrtheit der Ketten. Die einfachen, nur bunten Ketten, wurden von einer Zuschauerin "Pity beads" genannt, und da sie bereits schon viele hatte, hat sie uns "Nackten" erstmal welche abgegeben. Die besonderen Beads, mit verschiedenen Perlen oder mit Anhänger dran, wurden wesentlich seltener verteilt, und jedes mal, wenn ein Float mit besonderen Kettenträgern vorbei kam, schwoll der Lärm fast zur Hysterie an. Ein wirklich lustiges Ereignis - man sollte es einfach mal erlebt haben.


Ich selber habe nur drei Ketten gefangen, Klein sein hat Nachteile, aber Volker war erfolgreicher, und nach 2 1/2 Stunden sind wir mit guter "Beute" abgezogen. Meine "Schätze" werden jetzt natürlich in unserer Schatztruhe aufbewahrt - arrrggghhh.


Photo Copyright: www.josegaspar.net und www.gasparillaheadquarters.com

5 Comments:

At 9:30 AM, Anonymous Anonym said...

Doch, doch. Ich muß sagen Volker so als Kettenträger, das hat was :-) Und dann noch für geschenkt. Schmückt ihn ungemein.

 
At 10:00 AM, Anonymous Anonym said...

Volker sieht wie ein Rapper aus ;-)

Viele Gruesse von der voellig gejetlagten Tina aus Kiel

 
At 11:03 PM, Anonymous Anonym said...

Inchen, was heisst hier "geschenkt"? Hart erarbeitet hat er sich seine Schätze ;) ...äh, meine Schätze ;) aarrrggghh

 
At 4:45 AM, Anonymous Anonym said...

Hm, so so. Sach ma, wie hatter das gemacht? Sich auffe Tante raufgeschmissen und gesacht: gib gib :-)

 
At 4:29 PM, Anonymous Anonym said...

Mit "raufschmeissen" war da nicht viel zu wollen, wir mussten ja hinter der Absperrung bleiben (böse Polizistenblicke), aber Volker hat eifrig gewunken und gejubelt. Ausserdem war er grösser als die Tante die vor uns stand - zahlt sich ab und zu beim Fangen aus :)

 

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