Dienstag, 10. Oktober 2006

Mammutbericht - Im Land der Riesen


So, hier ist er nun endlich, unser Bericht vom Sequoia Nationalpark und den gigantischen Mammutbäumen.
Nachdem wir uns von Tina und Steffen losgeeist hatten, ging es fast schnurstracks zum Park. Auf dem Weg zum Nationalpark kamen wir an Bakersfield vorbei, und da wir vermuteten, dass es die letzte größere Ortschaft wäre, nahmen wir die Abfahrt um vorher noch diverse Dinge zu besorgen. Das dauerte dann auch nicht lange, aber aus dem Nest wieder rauszufinden stellte sich als Problem dar. Nachdem Volker und ich bereits eine ganze Weile herumgeirrt waren, fanden wir letztendlich doch noch unseren Weg Richtung Visalia, wo wir unser Motel vorgebucht hatten. Visalia stellte sich aber als gar nicht so kleine Stadt heraus, auch wenn es abends nach 8 Uhr nirgendwo mehr etwas zu essen gab, und man ganz stark das Gefühl hatte, dass Nachtleben in dieser Stadt nicht existiert. Immerhin lag es auf direktem Wege zum Sequoia National Park, wenigstens etwas. Am nächsten Morgen ging es dann schnurstracks zum Park. Dort erlebten wir auch gleich eine Überraschung. Die Straße im Nationalpark wurde ausgebessert, und das bedeutete nur jede volle Stunde Durchgangsverkehr, und wenn man nicht zehn Minuten vorher da war, konnte es passieren, dass man auf die nächste Stunde warten musste. Die Rangerin am Eingang war aber ganz nett, und meinte, wenn wir jetzt zügig durchfahren würden, müssten wir es eigentlich noch rechtzeitig schaffen. Es klappte tatsächlich.
Auf unserem Weg zum Visitorcenter kamen wir durch den "Giant Forest", wo man das erste Mal entlang dieser riesigen Bäume fährt, und vier dieser Giganten eine Art Passage bilden (Foto links). Danach ging es bewaffnet mit unserer Kamera zum "General Sherman tree", laut Parkauskunft dem größten (in Volumen) existierenden Sequoia (Foto rechts). Zu bestaunen gab es dann noch eine Baumscheibe und Microsequoias, sowie unseren Bären, den wir ja schon vorher gepostet haben. Wir sind auch etwas gewandert, und zwar zu den Topokah Falls. Nur das von den Falls nicht viel zu sehen war, es war dann mehr das Topokah Getröpfel, aber die Aussicht vom Weg her war nett, und ein paar Fotos gibt es auch. Wie bei Gators und Squirrels inzwischen üblich, dürfen auf diesem Blog auch unsere kleinen Freunde nicht fehlen ;-)

Nach der zweiten Nacht zogen wir nach Three Rivers um. Nicht nur, dass es noch näher am Park dran war, es hatte auch abends für hungrige Wandersleute noch die Küche offen. Unser Motel war übrigends, mal ganz nebenbei bemerkt, ausschließlich mit deutschsprachigen Touris belegt. Morgens traf man sich also zum Frühstück in der Lobby, und abends beim erstklassigen Mexikaner im Ort.
Auch an diesem Morgen klappte es wunderbar mit der Baustelle. Wir mussten eigentlich nie mehr als fünf bis zehn Minuten warten, das Timing von Volker war erstklassig. Um nicht ganz faul zu sein, entschieden wir uns für eine weitere Wandertour, diesmal zum Moro Rock. Eigentlich kann man es gar nicht wandern nennen, denn die Tour war lächerlich kurz, und in diesem Falle war es Treppen steigen nicht wandern. Der Ausblick von dort ist schön, und nette Abkühlung durch den Wind gab es auch. Danach haben wir uns wieder dem klassischen Tourismus gewidmet und sind, wie wahrscheinlich jeder der dort ist, mit dem Auto unter einem Sequoia durchgefahren, bzw. mal in einen hineingekrochen.

Unser vorletzter Tag sollte etwas besonderes werden, und so stöberte Volker nochmal in dem Wanderwegebuch. Dabei rausgekommen ist der Little Baldy Trail, wo wir auf dem Plateau ein Picknick eingelegt haben. Außer uns waren dort nur noch Murmeltiere, einfach genial. Volker hat das dann auch erstmal ausgenutzt, für ein entspannendes Nickerchen.


2 Comments:

At 2:45 PM, Anonymous Anonym said...

Hallo Michi
soweit ich mich erinnern kann, bestand auch die Möglichkeit mit dem Auto auf einen der umgestürzten Bäume zu fahren. Ist ein irres Fotomotiv

 
At 6:00 PM, Anonymous Anonym said...

Ja, aber leider besteht die Möglichkeit nicht mehr. Es wäre bestimmt ganz cool gewesen, aber der Stamm ist leider nicht mehr stabil genug, daher kann man ihn nur noch angucken.

 

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