Colorado - von Denver nach Snowmass
Abends landeten wir in Denver, und dort verbrachten wir auch unsere erste Nacht. Vom Flughafen machten wir uns also (bereits im Dunkeln) auf den Weg zum Motel. Als wir dort ankamen, war Beleuchtung nicht unbedingt vorhanden... naja, egal, schlafen tut man eh nicht im Hellen. Morgens sahen wir dann auch warum es so spärlich war: Motel Totalrenovierung


Danach ging es auf nach Snowmass Village.
Auf halber Strecke entdeckten wir plötzlich ein Schild: "Buffalo Bill's Grave".
Buffalo Bill?! Der Mann, der dem Wilden Westen seinen Namen verpasste? Na, das war doch noch einen Abstecher wert!
Buffalo Bill, im oberen Bild sitzend im Gespann, oder William Frederick Cody, wie er gebürtig hieß, führte ein recht abenteuerliches Leben. Er verdiente sich sein Geld mit verschiedenen Jobs, z.B.: als Pony-Express-Reiter, als Scout, als Bisonjäger für die Eisenbahner und kämpfte im Krieg gegen die Indianer (wo er auch einen teil seines Skalps verlor), aber richtig berühmt wurde er mit seiner aufgezogenen Wild West Show. Dafür hat er später sogar Häuptlinge wie Sitting Bull als Mitwirkende/Freunde gewonnen. Wer das Musical/ Film "Annie get your Gun" kennt, wird die Charaktere darin wiederfinden.




Die Grabstätte ist mit einem Museum verbunden, in dem man alles über die Legende Buffalo Bill erfährt. Die Austellung führt durch sein Leben und besteht aus allem was zum Wilden Westen dazugehört, selbstverständlich auch mit all den Heften, Büchern und anderen Vermarktungsprodukten, die es über ihn gab. Interessant, aber teilweise war es fast zu kitschig.
Das ausgestopfte Bison kam mir, als ich davor stand, schon ganz schön groß vor. In so einer Herde hätte ich nicht stehen, geschweige denn rumreiten wollen, aber wir wissen ja wie die Geschichte mit den Bisons ausging...






Wer sich mal die Landkarte genauer anschaut, kann erkennen, wo und wann Buffalo Bill mit seiner Show in Europa aufgetreten ist. Leider ist er trotz seiner Berühmtheit als armer Mann gestorben und wurde auf seinen Wunsch hin auf dem Lookout Mountain beerdigt. Wenigstens idyllisch. Nicht weit entfernt davon gibt es sogar noch eine Bisonherde, die frei durch die Gegend streift....
Nachdem wir uns von Buffalo Bill verabschiedet hatten, ging es dann wirklich Richtung Snowmass, hoch über den Independence Pass (ca. 3600m), von wo man eine schöne Aussicht hat - leider war es aber auch ziemlich kalt (echte Männer geben das natürlich nicht zu ;)) , und sogar etwas Schnee war noch da. Die alpinen Pflanzen blühten trotz der Kälte, sie müssen sich auch schnell recken, denn schneefreie Zeit ist nur max. 15 Wochen, und Hauptsaison ist Juli.






Copyright schwarz-weiss-Photo: www.cdlib.org
Wie es weiterging erzähle ich dann demnächst.


3 Comments:
Hey, gab es nicht sogar Stummfilmaufnahmen von Buffalo Bills Show? Ich meine ich haette da mal was gesehen.
In "Hidalgo" taucht er uebrigens auch auf. Aber natuerlich ersetzt durch einen Schauspieler.
Ich denke Du hast Recht, werde das mal nachforschen. Die Charaktere aus Buffalo Bills Wild West Show wurden für zig Filme genommen. Kannst ja spasseshalber mal googlen ... aber nimm Dir Zeit ;)
Hidalgo habe ich nicht gesehen, werd' mal gucken.
Warum schmeissen die Amerikaner ihr Kleingeld eingentlich mit vorliebe irgendwohin, wo es niemand braucht?
Wenigstens wird hier kein Pool mit Schwermetallen verseucht.
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